|
Themen
Literatur
Adressen
Wir über
uns
E-Mail

Im Dienst der Qualitätssicherung:

Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle
Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie
dies hier.
HONcode Prinzipien
Optimale Bildschirmeinstellung: 1024x768 Pixel.
| |
 |
Viele
sein - Ein Handbuch Michaela Huber
(Hrsg.). Junfermann, 2011
528 Seiten. EUR 39,90 |
| Sich durch Gewalterfahrung
aufzuspalten, ist ein Phänomen, das so alt ist wie die Menschheit. Seit
hundert Jahren wird auch beschrieben, wie es ist, wenn kleine Kinder, die
immer wieder übermächtigen Stress durch erwachsene Menschen erleiden,
„innerlich weggehen“. Manche von ihnen entwickeln eine multiple Persönlichkeit
– eine traumabedingte Spaltung der Persönlichkeit, die heute
„dissoziative Identität“ genannt wird. Das „Viele-Sein“ erfordert
auch von den Betroffenen viel: sich ständig zurechtzufinden in einer
Welt, die sich auf erschreckende Weise für sie abrupt verändert und
gelegentlich völlig fremd wirkt. Aber auch professionelle Helfer kommen
an ihre Grenzen, wenn sie hoch dissoziative Kinder, Jugendliche und
Erwachsene verstehen wollen. Und was hilft wirklich, um aus dem
„Viele-Sein“ eine koordiniertere Persönlichkeit entwickeln zu können?
Moderne Ansätze des Selbstverständnisses multipler Menschen sowie
beraterischer, therapeutischer und supervisorischer Methoden werden in
diesem Buch ebenso diskutiert wie ein theoretisches Grundverständnis der
dissoziativen Identität und ein auf Wertschätzung und achtsamer Sorgfalt
basierendes Unterstützungsverhalten von Angehörigen und Professionellen.
Neben einem ausführlichen Rahmentext von Michaela Huber zu Theorie und
Therapie der dissoziativen Identitätsspaltung gibt es u.a. Impuls-Beiträge
von Marlene Biberacher, Petra Hafele, Lydia Hantke, Claudia Igney, Luise
Reddemann, Frauke Rodewald, Jacqueline Schmid, Dorothea Weinberg und
Claudia Wilhelm-Gössling sowie von einigen (teils ehemaligen) multiplen
Persönlichkeiten, die von innen heraus beschreiben, was ihnen geholfen
hat. Außerdem enthält der Band eine ausführliche Literaturliste über
interessante internationale Beiträge der letzten zehn bis 15 Jahre.
Über den Autor
Michaela Huber, Jahrgang 1952, ist psychologische Psychotherapeutin,
Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung, niedergelassen in Kassel.
Sie ist seit deren Gründung 1. Vorsitzende der deutschsprachigen Sektion
einer internationalen Traumafachgesellschaft, der ISSD (International
Society for the Study of Dissociation) und erhielt 1997 auf dem Traumakongreß
in Montreal den "International Distinguished Achievement Award"
der ISSD für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Publikation und Fortbildung
zum Thema der schweren posttraumatischen, dissoziativen Störungen.

|
| Chronische Kindheitstraumata wie länger
anhaltender Missbrauch oder Gewalterlebnisse in der Familie können die
Entwicklung eines Menschen, sein Selbstempfinden, seine Bindungssicherheit
und später auch seine Beziehungen schwerwiegend beeinträchtigen.
Erwachsene, die eine solche Kindheit und Jugend erlebt haben, kommen häufig
mit komplexen Symptomen zur Therapie, die sich mit den für die
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) definierten Kriterien nur
unzureichend erfassen lassen. Die Autoren dieses Buches sind Experten im
Bereich der Traumatherapie. Basierend auf dem neuesten Kenntnisstand über
die komplexe traumatische Belastungsstörung tragen sie in ihren Beiträgen
zum Verständnis von Problemen dieser Art bei und stellen Möglichkeiten
der Behandlung vor. Weitere in diesem Buch behandelte wichtige Themen sind
der Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung sowie Selbstfürsorgestrategien
für den Therapeuten. Diese komprimierte und umfassende Darstellung des
aktuellen Standes der Traumabehandlung sollten alle in den Bereichen der
klinischen Psychologie, der Psychiatrie, der Sozialarbeit, der Pflege,
Beratung sowie der Paar- und Familientherapie tätigen Kliniker und
Forscher lesen.
Über den Autor
Christine A. Courtois, PH. D., arbeitet als Psychotherapeutin in Washington,
DC. Sie hat am Psychiatric Institute of Washington ein Programm für
posttraumatische Störungen mit aufgebaut. Für ihre Arbeit wurde sie
mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Lifetime Achievement Award der
International Society for the Study of Trauma and Dissociation. Julian D.
Ford ist außerordentlicher Professor für Psychiatrie an der University of
Connecticut School of Medicine. Er hat das Behandlungsmodell Trauma Affect
Regulation: Guide for Education and Therapy (TARGET) für die Behandlung
traumatischer Belastungsstörungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
entwickelt.

|
 |
Trauma und Krise bewältigen
- Hör-CD mit Texten, Übungen und Gedichten zur Ressourcenstärkung
Christa Diegelmann. Klett-Cotta, 2007
Audio-CD. EUR 19,00 |
|
Selbstheilungskräfte aktivieren - Die Übungen, Texte,
Gedichte und die Musik der Hör-CD verhelfen Menschen in Krisensituationen zu
einer besseren seelischen Balance; sie wirken stressregulierend und stärken
die psychische Widerstandskraft.
Die innere Balance ist gefährdet, wenn eine akute Krise zu meistern ist,
wenn Traumafolgen das Leben bestimmen oder wenn ein Mensch sich mit einer
lebensbedrohenden Erkrankung auseinandersetzen muss. In Zeiten extremer
Belastungen ist es hilfreich, auf die eigenen Ressourcen, also Kraftquellen,
zurückgreifen zu können. 15 Texte, Übungen und Gedichte sowie meditative
Musik unterstützen die Betroffenen darin, sich zu entspannen und wieder
Zugang zu positiven Erfahrungen zu finden. Sämtliche Übungen und
informativen Texte wurden von Fachleuten aus dem Bereich der Traumatherapie
verfasst und persönlich gesprochen.
Die Hör-CD - unterstützt die psychotherapeutische Arbeit mit
Traumapatienten - ist für Patienten zur Selbsthilfe geeignet - unterstützt
Psychotherapeuten im achtsamen Umgang mit ihren eigenen Ressourcen.
Mit Beiträgen von: Christa Diegelmann, Gerald Hüther, Margarete Isermann,
Luise Reddemann, Ulrich Sachsse. Mit Gedichten und Zitaten von: Rose
Ausländer, Louise Bourgeois, Jorge Luis Borges, Hilde Domin, Susan Kiguli,
Eva Strittmatter, gesprochen von Daniela Tausch, Sabine Wackernagel und
Katharina Wackernagel.

|
| Patientinnen und Patienten, die durch eine lebensbedrohliche körperliche
Erkrankung traumatisiert sind, benötigen spezielle psychotherapeutische
Hilfe. Wie wichtig das Auffinden von persönlichen Ressourcen dabei ist, hat
die Autorin im Laufe ihrer langjährigen therapeutischen Begleitung immer
wieder erfahren. Psychotherapie mit TRUST ist ein Behandlungsansatz, der aus
gängigen psychotherapeutischen Verfahren (wie EMDR, Hypnotherapie, KIP,
Maltherapie) diejenigen Elemente kombiniert, die speziell zur
Krisenintervention und schonenden Traumabearbeitung geeignet sind. Dazu
zählen auch neue Verfahren, wie CIPBS (Conflict Imagination, Painting and
Bilateral Stimulation), das sich in der Behandlung von KrebspatientInnen,
bei Angststörungen, Traumafolgestörungen und Depressionen bereits seit
Jahren bewährt hat und hier umfassend vorgestellt wird.
Psychotherapie mit TRUST konzentriert sich auf: - Techniken der
unmittelbaren Stressregulation - Ressourcenförderung und - Wege einer
schonenden Traumakonfrontation. Zahlreiche Fallbeispiele und Bildsequenzen
erläutern das konkrete Vorgehen einer konsequent ressourcenfokussierten
Traumabehandlung.

|
| Das Feld der Psychotraumatologie hat sich in den letzten
Jahren dynamisch entwickelt. Aus der Fülle der Behandlungsprogramme und
Methoden greift das Autorenteam international renommierter Fachleute
diejenigen heraus, die sich in der Behandlung traumatisierter Menschen
besonders bewährt haben.
Ein zweiter Schwerpunkt gilt aussichtsreichen Neuentwicklungen und
Forschungsergebnissen, welche die Behandlungsformen von morgen beeinflussen
dürften. Zentrale Themen sind z. B.: - Welche aktuellen Erkenntnisse über
Traumatisierung steuern die Neurowissenschaften bei? - Welche
Vorgehensweisen haben sich in der psychodynamischen, in der
verhaltenstherapeutischen und in der ressourcenorientierten Therapie
bewährt? - Welche Medikamente wirken wie bei posttraumatischen
Belastungssymptomen? - Welche Konzepte stehen für die Behandlung von Kindern
und Jugendlichen bereit?
Das Buch sollte »Pflichtlektüre« für alle sein, die mit traumatisierten
Menschen arbeiten, gleich, ob in Kliniken, in Beratungsstellen oder
psychotherapeutischen Praxen.

|
 |
Traumatherapie - Eine Einführung
Martin Zobel (Hrsg.). Psychiatrie-Verlag, 2006
190 Seiten. EUR 19,90 |
|
Die wichtigsten Aspekte der Traumatherapie, die man für die Behandlung
von Menschen wissen muss, die durch Erlebnisse wie Unfälle oder
Gewalterfahrungen seelisch schwer erschüttert sind, werden in diesem Buch
knapp und praxisnah dargestellt. Nach einem kurzen Überblick über die
historische Entwicklung der Traumatherapie und über die neurophysiologischen
Grundlagen, die zum Verständnis der Traumafolgestörungen notwendig sind,
geht es um das konkrete Vorgehen in der therapeutischen Praxis. Der
Schwerpunkt liegt bei verhaltenstherapeutischen Zugängen und EMDR, dem
Verfahren, das in den letzten Jahren als Therapeuten und Klienten besonders
schonendes und hilfreiches Instrument Verbreitung gefunden hat. In je
eigenen Beiträgen werden folgende Themen behandelt: * Diagnosestellung, *
Stabilisierung, * verhaltenstherapeutische Interventionen, * EMDR, * der
Umgang mit Dissoziationen, * die medikamentöse Behandlung. Auch die
Angehörigen von traumatisierten Menschen, denen es nicht leicht fällt, mit
dem oft befremdlichen Verhalten der Betroffenen umzugehen, werden nicht
vergessen. Abgerundet wird der Band durch eine Checkliste mit Empfehlungen,
die im Umgang mit Traumapatienten unbedingt zu beachten sind. Darüber hinaus
gibt es eine kommentierte Liste von weiterführenden Internetadressen zum
Thema Psychotraumatologie.Ein praktischen Arbeitsbuch für Psychiater und Psychotherapeuten - von
erfahrenen internationalen Spezialisten aktuell und praxisnah aufbereitet.
Martin Zobel hat für seine Einführung in die Traumatherapie ein Team von
zwölf erfahrenen Autorinnen und Autoren versammelt, darunter ausgewiesene
Spezialisten auf dem Gebiet wie Luise Reddemann, Oliver Schubbe und den
kürzlich verstorbenen Klaus Grawe.

|
 |
Somatoforme Dissoziation - Phänomene, Messung und theoretische
Aspekte
Ellert R.S. Nijenhuis. Junfermann, 2006
272 Seiten. EUR 28,00 |
| Viele Patienten mit dissoziativen Störungen suchen
anfänglich Hilfe wegen somatischer Erkrankungen, und oft berichten sie, dass
ihre Ärzte die vielfältigen und >>merkwürdigen<< Symptome, die aus scheinbar
unerfindlichen Gründen kommen und gehen, nicht zu erklären vermögen ... Ein
ausführlicheres Bild von dem Buch können sich die Leser durch die Leseproben
auf der Verlags-Website machen. "Ellert Nijenhuis hat einen neuen, kühnen
wissenschaftlichen Ansatz zum Studium dissoziativer Phänomene entwickelt. Er
zeigt, dass nicht nur die psychologischen, sondern auch die somatischen
Komponenten der Dissoziation bei der langfristigen Adaptation an
traumatische Erlebnisse eine wichtige Rolle spielen. Diese Studie ist für
ein neuartiges Verständnis der Dissoziation von fundamentaler Bedeutung." -
Bessel A. van der Kolk
"Ellert Nijenhuis ist an der Seite von Onno van der Hart inzwischen einer
der weltweit führenden Traumaforscher, und so ist diesem Buch über
somatische Dissoziation zu wünschen, dass viele KollegInnen daraus lernen,
Körpersymptome bei ihren PatientInnen als Ausdruck einer Desintegration der
gesamten Persönlichkeit zu betrachten." - Michaela Huber
Über den Autor
Ellert R. S. Nijenhuis, Ph. D., ist als Psychologe, Psychotherapeut und
Forscher tätig und widmet sich seit mehr als fünfzehn Jahren der Behandlung
von Patienten mit Dissoziativen Störungen und der Erforschung dieses
Phänomens. Er hat Artikel, Buchbeiträge und eine Monographie zum Thema
veröffentlicht. Im Jahre 1998 erhielt er von der International Society for
Dissociation den Morton Prince Award for Scientific Achievement. Er weilt
des öfteren zu Vorträgen bzw. Weiterbildungsveranstaltungen im
deutschsprachigen Raum.

|
 |
Trauma und Sucht - Konzepte, Diagnostik, Behandlung
Schäfer/Krausz. Klett-Cotta, 2006
303 Seiten. EUR 24,00 |
Suchtverhalten
besser verstehen Neue Forschungsergebnisse haben einen häufigen Zusammenhang
zwischen Traumatisierungen in verschiedenen Lebensabschnitten und
Suchtverhalten nachgewiesen. Hier werden erstmals Konzepte und
Behandlungsansätze zu diesem komplexen Problem vorgestellt.
Viele Untersuchungen zeigen,
dass Menschen, die sexuellen Missbrauch oder körperliche Misshandlung in der
Kindheit ertragen mussten, als Erwachsene deutlich häufiger von Alkohol,
Drogen oder Medikamenten abhängig wurden als Nichttraumatisierte. Doch weder
Suchttherapeuten noch Traumatherapeuten haben diese in der Forschung
offenkundigen Zusammenhänge bisher thematisiert.
Der Band leistet daher »Pionierarbeit«, indem er zum
einen den notwendigen Perspektivenwechsel begründet und zum anderen
praktische behandlungstechnische Konsequenzen diskutiert und
konzeptualisiert. Die Kernfrage lautet: Wie muss eine spezifische
psychotherapeutische Behandlung beschaffen sein, damit Menschen mit
Gewalterfahrungen ihre »Selbsttherapie« der Betäubung aufgeben können? Eine
wirklich große Herausforderung für die Psychotherapie, für die das Buch
erste Orientierung gibt.
Mit Beiträgen von: Martin Drießen, Michael Engels,
Heike Hinz, Arne Hofmann, Marihan Kaya, Michael Klein, Michael Krausz,
Willemien Langeland, Luise Reddemann, Ingo Schäfer, Sybille Tennissen,
Monika Vogelgesang, Sybille Zumbeck.
Ingo Schäfer, Dr. med., ist
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Interdisziplinäre
Suchtforschung, Hamburg; Forschungsschwerpunkt: Trauma und Sucht.
Michael Krausz, Prof. Dr. med., Facharzt für
Psychiatrie, ist Gründungsdirektor des Zentrums für Interdisziplinäre
Suchtforschung an der Universität Hamburg und stellvertretender Leiter der
Sektion »Sucht« bei der »World Psychiatric Association«; Mitherausgeber der
Zeitschrift »Suchttherapie«, Editor von »European Addiction Research«.

|
Dieses Buch richtet sich an
Menschen, die von einem plötzlichen Trauma betroffen sind, etwa durch eine
Umweltkatastrophe, ein Gewaltverbrechen, einen Verkehrsunfall oder den
unerwarteten Verlust eines geliebten Menschen. Der Ratgeber gibt den
Betroffenen selbst, aber auch ihren Angehörigen, wichtige Informationen über
mögliche Reaktionen und Folgen nach einem erlittenen Trauma. Dazu gehören
Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, Vermeidungsverhalten, Schuldgefühle,
sexuelle Störungen und vieles andere.
Die in der Behandlung von traumatisierten Patienten erfahrenen Autoren geben
Hilfestellungen und zeigen, wie ein Leben nach dem Trauma weitergehen kann
und welche Möglichkeiten es zur Überwindung des Traumas gibt. Spezifische
Traumatherapien werden ebenso vorgestellt wie medikamentöse Unterstützung.

|
| Dieses Buch
verfolgt das Ziel, sowohl die Tabuisierung als auch die Faszination
gegenüber der Dissoziativen Identitätsstörung in ein tief greifendes
Verständnis für die Folgen von Schwersttraumatisierungen und die Bedürfnisse
der Betroffenen umzuwandeln. Ein historischer Rückblick auf die wechselnden
Namen dieser Störung zeigt, dass diese nicht neu ist, sondern zu den
ältesten bekannten Störungsbildern gehört. Der
strukturelle Vergleich von Folterprozessen, Schwersttraumatisierungen und
Heilungsprozessen lenkt einerseits den Blick auf das Ausmaß an Schmerz, das
der Herausbildung einer dissoziativen Identität zugrunde liegt und
andererseits auf die entscheidenden Faktoren, die diesen Prozess umkehren
und zur Heilung beitragen. Dabei wird das Gewicht der Sprachlosigkeit und
ihrer Überwindung u.a. anhand von Aussagen von Betroffenen verdeutlicht.
Eine Diskursanalyse bezüglich der multiplen
Persönlichkeitsstörung geht den Hintergründen der polarisierten fachlichen
Kontroverse nach, einschließlich tabuisierter Themen wie grenzverletzender
Therapien und der Notwendigkeit, psychotraumatologisches Grundwissen in
allen psychosozialen Berufen zu vermitteln.
Susanne Lüderitz studierte
Psychologie an der FU Berlin. Daneben studentische Tätigkeit im
interdisziplinären Frauenforschungszentrum der Humboldt-Universität, Arbeit
in studentischen Beratungs- und Kinderladenprojekten, Arbeit mit körperlich
und geistig behinderten Jugendlichen und Erwachsenen. Ausbildungen in
körpertherapeutischen Verfahren, Schamanismus, systemischer Arbeit.

|
 |
Der innere Garten - Ein
achtsamer Weg zur persönlichen Veränderung
Übungen mit Audio-CD
Michaela Huber. Junfermann, 2005
112 Seiten. EUR 15,90 |
| "Es muss sich etwas ändern in meinem Leben - aber ich weiß
noch nicht, wie." Viele Menschen, in denen ein solcher Gedanke kreist,
wissen zunächst nicht einmal, ob sie "nur" abnehmen oder ein anderes Symptom
verändern - oder doch viel mehr, möglicherweise sogar ein ganz neues Leben
beginnen wollen. In zehn Übungen - von denen sich sechs auf einer
beiliegenden CD befinden - leitet Michaela Huber ihre LeserInnen durch einen
Prozess der persönlichen Veränderung. Wesentlich dabei ist, erlernte
Hilflosigkeit zu überwinden und eigene Fähigkeiten und Ressourcen wieder zu
entdecken oder weiterzuentwickeln.
"Falls Sie wissen möchten, warum ich dieses Buch geschrieben habe: Zum
einen, weil ich einen sinnvollen Begleittext zu einer CD mit wichtigen
Übungen erstellen wollte, welche den Prozess der Selbstentwicklung und
-veränderung erfahrungsgemäß gut unterstützen können. Zum anderen, weil ich
Material sowohl für KlientInnen als auch für TherapeutInnen und Angehörige
anderer Berufsgruppen zur Verfügung stellen möchte, das konkrete Schritte
zur persönlichen Veränderung begleiten könnte. Denn nicht nur
Psychotherapie-KlientInnen können mit solchen Übungen etwas anfangen,
sondern auch die Profis im Sozial- und Gesundheitswesen - ja ich glaube,
jede Frau und jeder Mann können von solchen Übungen gelegentlich
profitieren." - Michaela Huber |
 |
Trauma - Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen Reddemann/Dehner-Rau.
TRIAS, 2004
162 Seiten. EUR 17,95 |
| Herzrasen,
Panikanfälle, Sucht oder Selbstverletzung: Viele Beschwerden gründen in
extrem belastenden seelischen Erfahrungen. Sie vermuten, dass Sie - akut
oder schon lange - betroffen sind? Dann finden Sie hier einen Begleiter zur
sicheren Diagnose und zu den wirksamen Therapien. Nach einem Trauma wollen
Sie sich wieder geborgen fühlen und die Erinnerungen hinter sich lassen. Die
gezielten Methoden der modernen Trauma-Therapie helfen Ihnen dabei.
Körperübungen und Imaginationen stärken Ihren Körper und Ihre Seele - Sie
entdecken neues Zutrauen. Die Autorinnen wissen: Menschen verfügen über
erstaunliche Kräfte der Heilung und der Regeneration. Mit Geschichten und
Übungen kommen Sie Ihren eigenen Stärken auf die Spur. Sie helfen Ihnen,
wieder gesund zu werden und gesund zu bleiben.

|
| Die tröstende Zuwendung zum »inneren
Kind« oder einem »jüngeren Ich« wird von vielen traumatisierten
Menschen als sehr hilfreich empfunden. Die CD enthält verschiedene Übungen
dazu, wohltuende Musik und Erläuterungen zur Inneren-Kind-Arbeit. Die
ausgewählten Übungen sind geeignet, von den Patienten zur Selbsthilfe
eingesetzt zu werden. Die von Luise Reddemann selbst gesprochene Übungs-CD
»Imagination als heilsame Kraft« ist auf so große Resonanz gestoßen, dass
nun eine zweite folgt, die spezielle Übungen zur Ressource der »Inneren-Kind-Arbeit«
enthalten wird. Da tiefe Verletzungen oder Vernachlässigung bei vielen
traumatisierten Menschen in der frühen Kindheit stattgefunden haben, ist
es für sie oft hilfreich, sich als erwachsene Person - imaginativ - um
dieses unbeachtete oder misshandelte Kind zu kümmern, es zu trösten und
zu beruhigen. Darin liegt eine tiefe Ressource der Gesundung.
Luise Reddemann, Dr. med.,
Nervenärztin und Psychoanalytikerin (DGPT, DGP), Fortbildung in Systemischer
Therapie und verschiedenen körpertherapeutischen Verfahren, Fachärztin für
psychotherapeutische Medizin, war von 1985 bis 2003 Leitende Ärztin der
Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin am Ev.
Johanneskrankenhaus Bielefeld; aktuell ist sie in Fort- und Weiterbildung
auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig; Mitglied im
Weiterbildungsausschuss der Deutschen Akademie für Psychotraumatologie, im
Wissenschaftlichen Beirat der Lindauer Psychotherapiewochen und in der
wissenschaftlichen Leitung der Psychotherapietage NRW. |
| In ihrem Bahn brechenden Buch erläutert
Aphrodite Matsakis unterschiedliche Formen von Traumatisierung und zeigt
auf, wie Trauma-Überlebende unter Posttraumatischer Belastungsstörung
leiden.
"Wie kann ich es nur überwinden?" wendet sich an die Trauma-Überlebenden
selbst, erklärt ihnen das Wesen der Posttraumatischen Belastungsstörung
(PTBS) und beschreibt den Heilungsprozess. Das Buch wird Betroffenen
helfen:
- herauszufinden, ob Sie unter PTBS leiden, - mit posttraumatischen Gefühlen
wie Wut, Trauer und Schuldgefühlen fertig zu werden, - verwandte Probleme
wie Depression, Substanzmissbrauch, Zwangsstörungen und geringe
Selbstachtung zu erkennen, - "Trigger" zu identifizieren, die
Flashbacks (Erinnerungsblitze), Angstanfälle und andere Symptome auslösen,
- Verletzungen zu lindern, die durch die Vorwürfe und das unsensible
Verhalten anderer entstanden sind, - ein Gefühl der eigenen Stärke und
Hoffnung auf die Zukunft wiederzuerlangen.
"Obwohl viele Trauma-Überlebende glauben, sie "könnten es
nicht überwinden", wird die Arbeit mit diesem Buch in Verbindung mit
einer geeigneten Therapie ihnen auf Ihrem Weg zur Heilung sicherlich von
Nutzen sein." - Mary Beth Williams. "Für Trauma-Überlebende
und für Therapeuten, die traumatisierte Patienten behandeln, hat Frau Dr.
Matsakis eines der informativsten und sensibelsten Bücher über die Überwindung
von Traumatisierungen geschrieben. - Yigal Ben-Haim

|
 |
Das
Gefühl, ein No-Body zu sein - Depersonalisation, Dissoziation und
Trauma. Eine Einführung für Therapeuten und Betroffene
Berit Lukas. Junfermann, 2003
300 Seiten. EUR 25,00 |
| Wie ist das, wenn Menschen sich plötzlich
nicht mehr spüren können, ihre Wahrnehmung sich verändert oder sie sich
selber im Spiegel nicht mehr erkennen können?
Das vorliegende Buch versucht, Einblicke in diese Erfahrenswelt zu
geben, die sprachlich kaum fassbar erscheint. Um möglichst nah an der
Sicht der Betroffenen zu bleiben, wurden neben theoretischen Überlegungen
und Erklärungsansätzen viele Originalzitate verwendet, die anschaulich
das beschreiben, was erlebt oder nicht mehr erlebt wird.
Depersonalisationssymptome haben Auswirkungen auf die gesamte
Lebensqualität und behindern die Menschen in ihrem Kontaktverhalten und
ihrer Arbeitsfähigkeit. Dennoch werden Depersonalisationsphänomene im
klinischen Alltag häufig übersehen oder nicht richtig gedeutet und
verstanden, wenn Betroffene darüber berichten. Hier kann das Buch neue
Perspektiven zu einem besseren Verständnis eröffnen, da durch eine
Verbindung von historischem Material, neuen Forschungsberichten und dem
direkten Austausch mit Betroffenen verschiedene Sichtweisen integriert
werden. Mögliche therapeutische Interventionen werden ausführlich
dargestellt und können Anhaltspunkte für die Behandlung geben.
Ergänzt wird das umfangreiche Informationsmaterial durch die persönlichen
Erfahrungen von acht Betroffenen, die ihre eigene Geschichte, ihr Erleben
und ihren Umgang mit den Depersonalisationssymptomen erzählen.

|
 |
Die
Narben der Gewalt - Traumatische Erfahrungen verstehen und
überwinden
Judith Herman. Junfermann, 2003
400 Seiten. EUR 25,00 |
| Dieses Buch ist die Frucht von zwanzig Jahren Forschung und
praktischer Arbeit mit Opfern von sexueller und häuslicher Gewalt und
spiegelt auch die vielfältigen Erfahrungen mit zahlreichen anderen
traumatisierten Patienten wider, vor allem mit Kriegsveteranen und Opfern
von politischem Terror. Es ist ein Buch über die Wiederherstellung von
Verbindungen: Verbindungen zwischen öffentlichen und privaten Welten,
zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Mann und Frau. Es ist ein
Buch über Gemeinsamkeiten: zwischen Vergewaltigungsopfern und
Kriegsveteranen, zwischen misshandelten Frauen und politischen Gefangenen,
zwischen den Überlebenden der riesigen Konzentrationslager, errichtet von
Tyrannen, die über Völker herrschten, und den Überlebenden der kleinen,
versteckten Konzentrationslager, errichtet von Tyrannen, die über ihre
Familie herrschen.
Wer Furchtbares durchlebt hat, leidet unter bestimmten vorhersehbaren
psychischen Schäden. Das Spektrum traumatischer Störungen reicht von den
Folgen eines einzigen überwältigenden Ereignisses bis zu den
vielschichtigen Folgen lang anhaltenden und wiederholten Missbrauchs.
Gängige diagnostische Kategorien, insbesondere die häufig bei Frauen
diagnostizierten schweren Persönlichkeitsstörungen, berücksichtigen im
Allgemeinen zu wenig, was es bedeutet, wenn ein Mensch zum Opfer geworden
ist.
Im ersten Teil des Buches wird das Spektrum menschlicher Reaktionen auf
traumatische Ereignisse beschrieben, im zweiten Teil wird der Verlauf des
Heilungsprozesses geschildert und ein neues Konzept für die
Psychotherapie von traumatisierten Patienten entwickelt. Aussagen von
Opfern und Fallbeispiele aus der umfangreichen Literatur illustrieren die
Besonderheiten traumatischer Störungen und die Prinzipien der Behandlung.
Dieses Buch gehört in den USA seit Jahren zu den wichtigsten und
zugleich erfolgreichsten Büchern aus dem Bereich der Psychotraumatologie.
Die deutschsprachige Ausgabe war zuerst bei Kindler erschienen.

|
| Die Übungs-CD zum Buch (s. unten). Die
Hör-CD enthält die wichtigsten Stabilisierungsübungen aus dem
trauma-therapeutischen Ansatz von Luise Reddemann, gesprochen von der
Autorin. Über 25 000 mal wurde das Buch »Imagination als heilsame Kraft«
seit seinem Erscheinen im Jahr 2001 bisher verkauft. Die große Akzeptanz
dieses innovativen Ansatzes zur Behandlung traumatisierter Menschen sowohl
bei Psychotherapeuten als auch bei Patienten legt es nahe, die wichtigsten
Übungen aus dem Buch auf einer Hör-CD zugänglich zu machen. Für die
Patienten hat das den großen Vorteil, jederzeit selbst üben zu können,
sei es als Überbrückung zwischen den Therapiesitzungen, sei es in akuten
Krisensituationen. Menschen, die unter den psychischen und physischen
Folgen eines Traumas leiden, waren meist extremen Gefühlen von Ohnmacht
und Ausgeliefertsein ausgesetzt. Für sie ist es besonders wichtig, immer
wieder die Erfahrung zu machen, jetzt in Sicherheit zu sein und
Selbsthilfekräfte mobilisieren zu können. Daher wurden für die CD Übungen
zur seelischen Stabilisierung und zur Entwicklung von Ressourcen ausgewählt.
Dazu gehören Übungen zur Achtsamkeit, zum Auffinden innerer Helfer und
eines inneren sicheren Ortes, Anleitungen zur Entwicklung von persönlichen
Ressourcen und Übungen zum Umgang mit belastenden Gefühlen. Alle Übungen
werden von der Autorin selbst gesprochen, jedes »Thema« durch ruhige
Zwischenmusik getrennt. Eine sinnvolle Ergänzung eines hilfreichen
Buches!
 |
| Hören Sie auf die Stimme Ihrer inneren Weisheit "Wenn
wir Patienten dabei unterstützen, auf die Stimme ihrer inneren Weisheit
zu hören, unterstützen wir ihre Selbstheilungskräfte und das freie Fließen
dieser oft verschütteten Ressourcen." (L. Reddemann) Heute wissen
wir, dass vielen seelischen und psychosomatischen Erkrankungen wie Sucht, Essstörungen,
Borderline-Persönlichkeitsstörungen u. v. m. sehr häufig traumatische
Erfahrungen als Ursache oder Mitursache zugrunde liegen. Viele der
Betroffenen verfügen - so die Beobachtung der Autorinnen - ansatzweise über
erstaunliche Selbstheilungskräfte, die es zu entfalten und zu unterstützen
gilt. Aus dieser Erfahrung heraus hat Luise Reddemann zahlreiche
Imaginationsübungen entwickelt und gesammelt, die Patientinnen helfen,
stabiler zu werden und zu lernen, sich selbst zu trösten:
"Achtsamkeit üben", "Ein Gegengewicht zu den
Schreckensbildern finden", "Der innere sichere Ort" und
viele andere. Erst wenn auf diese Weise innere Stabilität gewonnen wurde,
folgt die Phase der Konfrontation mit dem Trauma ("Dem Schrecken
begegnen") und der Abschluss ("Die eigene Geschichte annehmen
und integrieren"). Ergänzt wird die Imaginationstherapie durch
maltherapeutische Elemente (Susanne Lücke) und durch die Körperübungen
des "Qi Gong" (Veronika Engl). Verschüttete Erfahrungen, seien
es Körpererfahrungen oder innere Bilder, können so wieder freigelegt
werden und den Heilungsprozess fördern. Das Buch wendet sich an
Therapeutinnen und Therapeuten aller Richtungen. Die imaginativen
Techniken sind in der Psychotherapie breit einsetzbar, nicht nur bei der
Behandlung traumatisierter Patienten. Betroffene können das Buch als
Anleitung für imaginative Übungen nutzen.

|
 |
Neue
Wege nach dem Trauma - Erste Hilfe bei schweren seelischen
Belastungen
Gottfried Fischer. AG Opferhilfe, 2002
149 Seiten. EUR 19,00 |
|
Gottfried Fischer hat Lehrbücher über Psychotraumatologie
geschrieben und eine der ersten Beratungsstellen für Opfer eingerichtet. Dieses
Büchlein ist im Gegensatz zu dem Lehrbuch so etwas wie ein Verbandskasten im
Auto, eine erste Hilfe, ein Leitfaden für Betroffene. Es bietet eine
Orientierung für Menschen die etwas außergewöhnliches, etwas schlimmes erlebt
haben. Was ist ein Trauma? Das können vielfältige Ereignisse sein, ein Unfall,
dessen Zeuge man wird, der Verlust eines geliebten Menschen. Das Erlebnis persönlicher
Bedrohung, sexueller Missbrauch die Erfahrung von Gewalt und bei sonstigen Übergriffen.
Was ist eine traumatische Reaktion? Das kann von
Schlaflosigkeit über depressive Verstimmung zu wiederkehrenden Erinnerungen,
Bildern und sonstigen Eindrücken gehen die sich immer wieder Raum nehmen. Der
Ausweg: Es kann sein dass jemand fachliche Hilfe braucht. Aber in erster Linie
braucht er oder sie für sich eine Erklärung. Ein Versuch in dieser Richtung
ist, das was du gerade erlebst, ist eine normale Reaktion auf ein unnormales
Ereignis. Die Wege der Verarbeitung eines Traumas sind vielfältig. Jeder hat in
seinem Leben schon Dinge herausgefunden die ihm helfen schwierige Situationen zu
meistern. Das kann gute Musik sein, das Erleben der Natur, viele Gespräche mit
vertrauten und vor allen Dingen vertrauenswürdigen Menschen. Das Ausüben von
Entspannungstechniken. Die Darstellung des Erlebten in schriftlicher Form oder
in Bildern in Bewegung oder durch andere Ausdrucksmöglichkeiten, die jeder für
sich selbst finden kann.
Dies Buch macht einem Mut, nach Wegen für sich selbst zu
suchen. Es macht einem Mut die eigene Mitte wieder zu finden oder doch zumindest
sich auf die Suche zu machen. Es gibt Wege und es gibt Hilfsangebote. Es ist
keine Schande nach tiefgreifenden Ereignissen solche Hilfe in Anspruch zu
nehmen. Dies Buch bietet eine erste Orientierung, wer weitergehende
Informationen sucht findet sie in verschiedenen Veröffentlichungen desselben
und anderer Autoren unter dem Stichwort Psychotraumatologie.
Amazon-Leserrezension

|
 |
Zart
war ich, bitter war´s - Handbuch gegen sexuellen Missbrauch
Ursula Enders (Hrsg.). Kiepenheuer & Witsch,
2001
511 Seiten. EUR 10,00 |
|
"Zart war ich, bitter war's"
ist der kompetente und informative Ratgeber zum Thema. Das Buch verbindet die
Praxiserfahrungen der verschiedenen Beratungsstellen und Institutionen der
letzten 10 Jahre mit einer fachlich fundierten Auswertung des wissenschaftlichen
Forschungsstandes. Der bekannteste Ratgeber zu diesem Thema kommt nun in einer
kompletten Neubearbeitung auf den Markt. Vor dem Hintergrund aktueller
Forschungsergebnisse sowie fundierter Praxiserfahrungen richtet sich das
Handbuch sowohl an Eltern und Pädagogen, als auch an in der Kindheit von
sexueller Gewalt betroffene Frauen und Männer und an Fachkräfte, u.a. aus dem
Bereich von Polizei und Justiz. Das Buch liefert oftmals schmerzhafte Fakten und
Hintergründe, vermittelt aber ebenso Perspektiven und zeigt Wege auf, wie
Kinder und Jugendliche sexuelle Gewalterfahrungen verarbeiten können. Es zeigt
auf, wie Eltern, Erzieher, Psychologen, Sozialarbeiter, Therapeuten und Juristen
sie dabei unterstützen können. Weitere Schwerpunkte: Hilfe für Eltern, deren
Kinder missbraucht wurden / Frauen als Täterinnen / Jugendliche Täter / Täterstrategien
/ Sexueller Missbrauch und Internet: die Online-Opfer / Missbrauch und Medien.
Leitfaden für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

|
 |
Von einem Tag zum
anderen - Wie von sexuellem Missbrauch Betroffene überleben Hannelore Kastner.
Röll, 2000
260 Seiten. EUR 15,50 |
|
Die eigentlichen Sexualverbrechen an Kindern geschehen
nicht dort, wo ein Belgier Kinder verscharrt oder Dinge sich ereignen wie mit Kim, Ramona, Nathalie, Christina, Carla.
Diese Geschehnisse waren schrecklich. Doch 95% der Sexualverbrechen an Kindern finden im
nächsten Umfeld von Kindern statt. Diese Verbrechen geschehen tagtäglich hinter verschlossenen Türen. Von 100 Kindern sind das 95. Von 100.000 Kindern sind das
95.000. Von den genannten 300.000 Kindern sind das 285.000 Kinder jedes Jahr. Intensität, Dauer und Aggression sexueller Attacken steigen
mit zunehmendem Verwandtschaftsgrad an. Je besser der Täter das Opfer kennt, desto größer ist seine Chance
"verschont" zu bleiben. Der sexuelle Missbrauch von Täter und Täterinnen in der Familie ist selten ein einmaliger
Ausrutscher. Er erwächst meist aus scheinbar harmlosen Anfängen sexueller Kontakte mit
Kindern und endet in zwanghaft sich wiederholenden, über Jahre andauernden Sexualstraftaten
an Kindern. Meist enden solche Kontakte mit Beginn der Pubertät der betroffenen Kinder.
Dann müssen meist jüngere Kinder der Familie die entsprechenden Rollen übernehmen. Selten
gibt es im Großraum einer Familie nur einen Täter. In diesen Familien gibt es immer mehrere
Täter und diese gab es meist auch schon in den jeweiligen Generationen vorher.

|
|
Der Austausch zwischen Psychologie und Psychobiologie
erweitert das Verständnis und die
Behandlungsmöglichkeiten traumatischer Verarbeitungen.

|
|
Der Umgang mit dem einstigen Tabuthema des sexuellen Missbrauchs
hat sich gewandelt, seit bekannt ist, wie
hoch der Anteil sexuell missbrauchter Kinder ist - und
wie sehr Betroffene noch als Erwachsene unter ihren emotionalen und
physischen Narben leiden. In diesem
Ratgeber wird gezeigt, wie der Heilungsprozess in Gang
gesetzt werden kann - denn nur wenn die Betroffenen sich ihren
schmerzhaften Erinnerungen stellen, Mut
und Durchhaltevermögen entwickeln, können sie frei werden
für ein neues Leben.
Hinweis: Das Buch erscheint demnächst im Lübbe
Verlag als Taschenbuch
für DM 16,90.

|
 |
Kindheit und Trauma - Trennung,
Missbrauch, Krieg
Hilweg/Ullmann. Vandenhoeck & Ruprecht, 1997
251 Seiten. EUR 15,90 |
|
Experten aus acht Ländern beschreiben in diesem Buch die
Entstehung und Wirkung kindlicher Traumata und zeigen, wie sie behandelt werden
können.

|
Erstmals stellen repräsentative Kinderschutzeinrichtungen
ihre kontroversen Interventionsansätze
bei Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch an
Kindern vor und berichten über erste Ansätze der Behandlung von
Missbrauchstätern. Die unterschiedlichen Interventionsansätze
resultieren aus differierenden Erklärungsmodellen
über die Ursachen der Gewalt an Kindern, aus den
Einstellungen zu gesellschaftlichen Entwicklungen und der Aufgabe der
Familie für die Entwicklung der Kinder.
Es werden familienorientierte, kindzentrierte und feministisch
orientierte Handlungskonzepte vorgestellt.

|
|
Mit diesem Buch wird ein weiterer Beitrag zur öffentlichen
Diskussion um sexuellen Missbrauch geleistet. Allen, die mit Kindern leben und
arbeiten, soll dieses praxisnahe Handbuch
Mut machen und Hintergrundwissen geben. Nach dem Erfolg von "Zart war
ich, bitter war´s" jetzt das Handbuch zum Problemfeld Missbrauch an
Jungen.

|
|
Heute bevorzugt man den Begriff "Dissoziative
Persönlichkeitsstörung", da es sich bei diesem Krankheitsbild nicht
tatsächlich um viele Persönlichkeiten, sondern als Folge extremer
Gewalterfahrung um voneinander abgespaltene Persönlichkeitsanteile handelt, die
von der betroffenen Person nicht mehr miteinander in Verbindung gebracht werden
können. Die Psychotherapeutin Michaela Huber hat sich auf die Diagnostik und
Behandlung dieser extremen Persönlichkeitsstörung spezialisiert und beschreibt
sie in diesem Buch fundiert und praxisnah.

Seitenanfang |
|